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Wie bei Erdgas und Strom ein Markt die Monopole ersetzte

Wettbewerb auf dem Strommarkt war zu Beginn meiner journalisten Tätigkeit eine Utopie, heute ist er Normalfall. Erdgaslieferante frei wählen? Fast noch utopischer. Schließlich hängt ja jeder an der Leitung seines örtlichen Versorgers. Inzwischen ist beides Alltag. Die hier gesammtelten Berichte aus den frühen 2000er Jahren hatte ich damals als Text auf meine Homepage gestellt. Sie haben heute eher historische Relevanz. Aber sie zeigen, wie der Energiemarkt damals funktionierte und wie er sich entwickelt hat.


Strompreiserhöhung warum? Aus der Frühzeit des freien Strommarktes

Haushaltskunden in Deutschland können ihren Stromanbieter offiziell seit dem 29. April 1998 frei wählen. An diesem Tag trat das neu gefasste Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) in Kraft, das die rechtliche Grundlage für die Liberalisierung des deutschen Strommarktes bildete. Die frühen Jahre waren wilde Jahre in denen Wettbewerb nicht wirklich funktionierte, das Wechsel des Anbieters noch abenteuerlich schief laufen konnte.... und manch billiger Anbieter erst sehr groß wurde - und dann Pleite ging. Ganz nebenher gab es plöztlich Anbieter für reinen 'Ökostrom'. Die waren relativ teuer, gaben dem damals noch in den Kinderschuhen steckenden Ausbau erneuerbarer Energie teilweise aber durchaus Impulse, wobei andere sich mit Ökostrom warben ohne das wirklich zu sein. Hier einige Berichte aus dieser wilden Zeit: ... mehr

Solarmodule

Juni 2014: Ökostromtarife - Mehrwert für die Umwelt? Rund ein Viertel des in Deutschland verbrauchten Stromes stammt schon aus erneuerbaren Quellen, also Sonne, Wind und Wasserkraft. Dafür zahlen wir alle die EEG-Umlage. Doch manchen reicht das nicht, sie zahlen noch einen gewissen Aufpreis, um wirklich reinen Ökostrom zu bekommen. Doch wo kommt der eigentlich her ? Ist der Aufpreis gerechtfertigt ? In vielen Fällen eindeutig: nicht. Denn die Bezeichnung Ökostrom kann auf einer Art 'Etikettenschwindel' beruhen. Und den wenigen ernsthaften Ökostromanbietern, die wirklich einen Mehrwert liefern, wird mit der Novelle des EEG-Gesetzes jetzt noch schwerer gemacht, wirklichen Ökostrom aus deutscher Produtktion zu vermarkten. Text PDF

Strompreisbremse

Februar 2013: Strompreisbremse? Wer sich intensiver mit Strompreisen beschäftigt weiss: Der steigende ökostromanteil ist ein Grund für den Preisanstieg - aber nur einer von vielen. Doch Politik und etablierte Stromkonzerne sind froh, diesen Sündenbock zu haben. Entsprechend hart wird um ökostromerzeugung gestritten. Ende Januar verkündete Umweltminister Altmaier aus heiterem Himmel eine Strompreisbremse. Für PLUSMINUS habe ich mir diese Pläne sehr kurzfristig genauer angeschaut. Text PDF

Strompreiserhöhung warum?

Januar 2010: Strompreiserhöhung warum ? Es ist schon merkwürdig. Im Zuge der Wirtschaftskrise sinken die Öl- und Gaspreise, auch Kohle wird billiger - trotzdem erhöhen die Stromkonzerne ihre Preise. Warum ? Ob es dafür sachlich nachvollziehbare Gründe gibt habe ich für Plusminus ganz genau nachgerechnet. TEXT PDF

Teldafax macht Kunden Ärger. Noch einmal Strom: Der Billigstromanbieter Teldafax hat ja schon öfter mit Problemen auf sich aufmerksam gemacht. Doch Anfang des Jahres 2010 häuften sich plötzlich Zuschauerzuschriften, die sogar auf sehr erhebliche Probleme schließen ließen. Wenn es um das Kassieren von Geld ging, war Teldafax schnell, aber wehe Kunden erwarteten nach einer Jahresabrechnung eine Erstattung. Die kam dann erst, nachdem ich für 'markt' darüber berichtet hatte. Nach der Sendung gelobte Teldafax per Pressemitteilung Besserung. TEXT /PDF

Besserung ? Aber nicht doch. Ein halbes Jahr später, habe ich nachgehakt. Zahlt Teldafax die Gelder nun pünktlich zurück ? Wurde der Service besser ? Nein, wurde er nicht - und ein Blick hinter die Kulissen zeigt auch, warum. Wenige Zeit später zeigte sich der wahrscheinliche Grund der schlechten Zahlungsmoral. Teldafax war pleite. TEXT / PDF

Juni 2008: Stromverbrauchs-Explosion! Manch ein Stromkunde erlebt bei der Jahresabrechnung einen Preisschock, wenn der Verbrauch laut Rechnung förmlich explodiert ist. Die Ursache ist nicht immer in der Wohnung des Kunden zu finden: TEXT PDF

Stromanbieterwechsel schwer gemacht. Die einzige Möglichkeit den laufenden Preiserhöhungen zu entgehen ist ein Wechsel zu einem günstigeren Anbieter. Ganz einfach soll das sein. In der Praxis erweist sich ein Anbieterwechsel aber doch oft als unangenehmes Abenteuer, wie ich in markt berichtet habe: TEXT PDF>

Strompreiserhöhung warum?

Wie die Öpreisbindung durch den freien Gasmarkt abgelöst wurde.

Hohe Energiepreise können sinnvoll sein um den Verbrauch zu bremsen. Sie sind aber ein Ärgernis, wenn sie letztlich der 'Abzocke' dienen. So wie Gaspreise Anfang bis des Jahrtausends, als ein Monopol-Importeur sie mit sogenannter 'Ölpreisbindung' künstlich hoch hielt. Daraus entstanden über mehrere Jahre eine Reihe von Beiträgen für ARD und WDR - an deren Ende der Gasmarkt ganz anders aussah. Und zusammen mit einigen weiteren Akteuren kann ich mit einiger Sicherheit sagen: daran war ich mit meiner Arbeit nicht ganz unbeteiligt! Nachfolgend in chronologischer Reihenfolge dokumentiert: ... mehr

Das Motto der Paderborner

Die Gaspreisrebellion

Die Erhöhung der Erdgaspreise thematisierte ich - nach einigen Jahren Pause - im Mai 2004 mal wieder für ARD-Plusminus. Damals ging es zunächst um die überraschende Feststellung, dass die Verkaufspreise angehoben wurden, obwohl damals die Importpreise schon seit Jahren gefallen waren. Der Verdacht: Die Gaskonzerne gönnen sich erhöhten Gewinn! (Text)PDF Als im September 2004 Aribert Peters vom Bund der Energieverbraucher dann zusammen mit dem Rechtsanwalt Thomas Fricke die Idee zum Preiserhöhungsboykott nach $315 BGB PDF entwickelte, berichtete ich auch darüber. Wenig später entstand daraus eine bundesweite Bewegung, die vor allem rund um Paderborn PDF viel Aufsehen erregte, auch darüber konnte ich berichten. Mitllerweile waren mit den Ölpreisen auch die Importpreise gestiegen. Ein Beitrag folgte auf den nächsten, bis mich schließlich ein Problem bei der Recherche behinderte: Alle reden zwar über die Erdgaspreise, aber nirgendwo war eine bundesweite Übersicht der tatsächlichen Endkundenpreise veröffentlicht. Internetportale wie das heutige Verivox existierten noch nicht.

Grafik Preisentwicklung

Wie die Gaspreistabelle Vergleichbarkeit schuf

Ich beschloss das zu ändern und konnte den WDR überzeugen eine solche bundesweite Gaspreisdatenbank als Zusatzinformation zur aktuellen Berichterstattung aufzubauen. So entstand - finanziert vom WDR - die von mir betriebene Gaspreisdatenbank , die danach 10 Jahre lang quartalsweise auf den aktuellen Stand gebracht wurde. Die erstmalige Zusammenstellung aller deutschen Gaspreise erbrachte natürlich auch neue Erkenntnisse: So fanden sich teilweise direkt nebeneinander liegende 'ungleiche Nachbarn', Stadtwerke, die ihr Gas vom selben Vorlieferanten bezogen - sich im Preis aber um rund 20 Prozent unterschieden. Außerdem wurde klar: Mit der Ölpreisbindung stiegen die Verkaufspreise für Endkunden merkwürdigerweise fast doppelt so stark, wie die Importpreise der Gaskonzerne: Im Oktober 2005 musste die e-on Ruhrgas schließlich einräumen: Die vieldiskutierte Ölpreisbindung ist nur die halbe Wahrheit PDF Sie gilt nur für Stadtwerke und Endkunden. Für andere Abnehmer, Kraftwerke und Industrie kann der Preis auch an günstigere Indizes gekoppelt werden: zum Beispiel den Kohlepreis! Zu alledem habe ich auch auf meiner 'Gaspreistabelle noch einen sehr umfassenden Hintergrundtext online gestellt.

Ein Update aus 2008: Erdgaspreise explodieren: akzeptieren oder Zählen ? Insgesamt wird der Gaspreis im Laufe dieses Jahres für viele Kunden um weitere rund 40 Prozent steigen. Doch immer mehr Erdgaskunden weigern sich, die Preiserhöhungen zu zahlen. Sie sind 'Gaspreisrebellen'! Zwei Protestgruppen habe ich für Plusminus besucht. Ein Update zu vielen Berichten über diese 'Revolution, die noch lange nicht zu Ende ist. Textpdf

Geldverbrennen beim Heizen

Konzerngas ist teurer: Während sich Verbraucher über immer höhere Energiepreise ärgern, verkaufenimmer mehr Städte ihre Stadtwerke ganz oder teilweise an die großen Energiekonzerne. Düsseldorf hat es im Jahr 2005, Leipzig kurz vor Weihnachten 2006 beschlossen, in Kassel wird zurzeit intensiv darüber beraten. Und das Haupt-Argument lautet immer wieder: Private Unternehmen arbeiten effektiver, können günstigere Preise bieten. Doch das erweist sich bei genauer Betrachtung als Irrglaube oder gar bewusste Täuschung. Knapp 740 Gasversorger gibt es in Deutschland, die meisten gehörten ursrprünglich den Städten und Kreisen. Im Lauf der Jahre hat sich RWE an mehr als 110 von Ihnen beteiligt, EnBW ist bei knapp 40 Gasversorgern eingestiegen, der größte deutsche Gasimporteur E.ON sogar bei mehr als 220. Die Städte bekommen durch den Einstieg der Energiekonzerne einmalig Geld in die Kasse. Und die Verbraucher? Wie eine Auswertung meiner Gaspreisdatenbank ergab, können die sich nicht - wie versprochen - über günstigere Preise freuen, im Gegenteil. Text pdf

Ortsschild Börnsen

David gegen e.on: In Börnsen ticken die Uhren in Sachen Energie anders. In den achtziger Jahren gründete die Gemeinde ein eigenes Gemeindewerk unt hat sich Umweltfreundlichkeit und sparsamen Verbrauch von Energie besonders groß auf die Fahnen geschrieben. Jetzt haben die Gemeinde und Ihre Werke so einige Probleme mit dem e.on-Konzern. Und die erscheinen symptomatisch für vieles, was in der Energiepolitik schief läuft. Im Prinzip ergab dieser Bericht eine perfekte Fortsetzung der vorigen Geschichte. Text pdf

Erdgas-Preisbindung: Immer nur nach oben. Im Auftrag der Grünen Bundestagsfraktion untersuchte eine Studie die Entwicklung der Gaspreise - und nutzte dabei auch Daten aus meiner Gaspreistabelle. Ergebniss: Bei fallenden Ölpreisen hinkt die 'Ölpreisbindung' der Gaspreise immer wieder hinterher. Ich habe daraufhin die Daten meiner Datenbank für WDR markt auch noch einmal etwas genauer analysiert. Text PDF

Alternativen zur Pipeline

Beim Import von Erdgas scheint es, dass Deutschland fast zwangsläufig immer stärker von Russland abhängig wird. Quellen in der Nordsee und in den Niederlanden werden bald schon immer weniger liefern können, gleichzeitig steigt die Nachfrage. Die deutschen Erdgasimporteure e.on und Wingas setzen daher auf neue Pipelines für Russengas - der Rest der Welt nutzt jedoch zunehmend ganz andere Quellen. Verflüssigtes Erdgas, dass per Tankschiff über die Ozeane transportiert werden kann gewinnt weltweit an Bedeutung. Nur deutsche Gaskonzerne winken ab, wenn man sie danach fragt. Sie hatten kurzfristig ein Hafenterminal für solche Schiffe geplant und dann wieder fallengelassen, setzen weiter auf Pipelines aus Russland. Diese Geschichte führte mich bis in die nördlichste Stadt der Welt und ergab eine 15 MinütigeMini-Dokumentation, die im Rahmen der Sendung 'markt XL' ausgestrahlt wurde. Text PDF

Billiges Erdgas auch für Mieter Der Plusminus-Beitrag über die - dank Flüssigerdgas und weltweiter Überangebote - neuen Billig-Angebote für Erdgaskunden hatte einige Resonanz. Insbesondere Mieter meldeten sich - mit der Beschwerde, bei einer Zentralheizung würde allein der Vermieter entscheiden, von wem er das Erdgas kaufe. Und weil Vermieter die Kosten auf die Mieter umlegen könnten, gäbe es dort wenig Interesse zu günstigeren Angeboten zu wechseln. Das aber ist falsch. Selbst wenn Vermieter selbst nicht auf die Idee kommen, den Gasanbieter zu wechseln. Mieter können Druck ausüben und ggf. sogar die Zahlung der Nebenkosten kürzen. Wie Mieter in der gegenwärtigen Lage in den Genuss günstiegerer Heizkosten kommen können, habe ich daraufhin für 'markt' noch einmal genauer betrachtet. Text

Dezember 2009: Adios Ölpreisbindung Kaum sind die Ölprise wieder gestiegen, schon steigen auch die Gaspreise - und niemand wundert sich, dank Ölpreisbindung. Doch damit scheint es inzwischen vorbei zu sein. Die Ölpeise steigen mal wieder - doch nicht alle Gasversorger erhöhen diesmal die Preise. Neue 'Anbieter' machen den etablierten 'Grundversorger' mit extrem günstigen Tarifen Konkurrenz. Und auch manch Stadtwerk senkt seine Preise anstatt zu erhöhen. Ermöglicht wird das durch eine Entwicklung in den USA - und die wachsende Menge von Erdgas, welches nicht mehr per Pipeline ins Land kommt - sondern als Flüssigerdgas per Tankschiff. Während die großen Importeure, allen voran e.on weiter auf Pipelines und Ölpreisbindung setzen, kommt der Erdgasmarkt nun auch in Deutschland in Bewegung. Text