Was läuft schief im Personen und Güterverker auf deutschen Schienen?
Die Eisenbahn war die wichtigste Grundlage für die industrielle Revolution. Wo Schienen lagen, entstand Industrie, florierte Handel - doch in Ihrer Bedeutung wurde die Bahn vom Automobil überrollt. Troztdem spielt sie noch eine wichtige Rolle und hat Vorteile. Mehr Transportleistung mit weniger Landschafts- und Energieverbrauch als auf Straßen. Dort ist man allerdings flexibler unterwegs - Zumal das Schienennetz von Jahr zu Jahr schrumpft. Das hat Auswirkungen. Die Privatisierung der Bahn sollte für Belebung sorgen, doch dann passierte das Gegenteil. Fehlendes Geld vom Staat, falsche politische Entscheidung, da gab es für mich viel zu berichten:
August 2024:
Generalsanierung für deutschlands Schienen!
Das deutsche Schienennetz ist marode, jeder weiss es. Mit der Sanierung der Riedbahn zwischen Frankfurt und Mannheim startet die DB nun ihre Aufholjagd. 40 Ähnliche Baustellen sollen innerhalb von 7 Jahren folgen - plus jede Menge kleine. woher soll es kommen?
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Damit das Netz irgendwann wirklich wieder in Gutem Zustand ist wird die Bahn einen langen Atem brauchen. Und der Staat, der diese Instandsetzung langfristig finanzieren muss. Aber genau daran fehlt es! Alles nur ein Strohfeuer?
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Alltäglicher Irrsinn in Deutschlands Zügen.
Während die DB versucht die großen Baustellen in ihrem Netz anzugehen, gibt es unzählige kleine Mängel und Probleme, die in ihrer scheinbaren Banalität kaum zu glauben sind. Im Film gibt es einiges zu Schmunzeln....
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... aber wenig zu lachen für betroffenen Kunden, wie auch den Unternehmen des Nahverkehrs, den Alltag zur Qual machen. So banal die Probleme scheinen, so unlösbar scheinen sie auch.
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Mai 2024:
Bund bremst Güterbahnen mit Wucherpreisen aus.
Auch die Politik bekräftigt immer wieder: Güter gehören auf die Schiene. Doch die Politik sorgt leider nicht dafür, dass dies wirklich gelingt. Zur Illustration habe ich einen Zug zwischen Duisburg und Österreich mit der eigenen Kamera begleitet.
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Während Autobahnen immer voller werden, die LKW Brücken verschleissen und Deutschland immer öfter im Stau erstickt, wächst der Marktanteil der Schiene kaum. Und könnte künftig sogar wieder sinken. Denn eine fehlgeleitete Verkehrspolitik eines FDP-Bundesverkehrsminister, kombiniert mit dem unbedingten Willen des FDP-Finanzministers die 'schwarze Null' zu halten, sorgt dafür, dass der Bund vor allem bei der Finanzierung der Güterbahn den Rotstift ansetzt und die Preise dort nach oben treibt.
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Dezember 2023:
Killt Personalnot die Verkehrswende?
Bahnfahren ist umweltfreundlich, das 49 Euro-Ticket soll mehr Kunden in die Züge locken und bundesweit wollen Verkehrspolitiker das Angebot verbessern: Der Plan ist gut - allein: es fehlt das Personal!
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Dichtere Zugfolgen, bessere Angebote, stillgelegte Strecken sollen reaktiviert werden. Gleichzeitig fallen aber immer mehr Züge aus. Und das vor allem wegen Personalnot und kurzfristiger Erkrankung der Lokführer oder Stellwerker. Fast jeder von ihnen schiebt hunderte Überstunden vor sich her, die er nicht „abfeiern“ kann, weil dann schon wieder ein Zug ausfallen müsste. Die DB und andere Bahnunternehmen suchen händeringend neue Lokführer, sie bilden auch immer mehr Lokführer neu aus. Aber wird das reichen?
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August 2023:
Bahnprojekt drei Nummern zu groß?
Österreich und Italien bauen unter dem Brenner den längsten Eisenbahntunnel der Welt – er soll vor allem dafür sorgen, dass mehr Güter in Zügen die Alpen queren – und weniger LKW. Der Plan ist gut. Leider wird die Strecke an der deutschen Grenzen recht abrupt zur Bimmelbahn werden, denn in Deutschland geht nichts voran.
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Die Strecken dort müssen ausgebaut werden. Aber warum plant die DB dafür eine extrem teure ICE-Rennstrecke, für die noch lange weder Genehmigungen noch Geld vorhanden sein werden? Wäre es nicht viel klüger, mit mehreren preiswerteren und schneller umsetzbaren Maßnahmen den Fluss der Güter zu verbessern? Sollte die DB ihre knappen Mittel vielleicht auch dort einfach effizienter einsetzen?
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Mai 2023:
Güterzüge ausgebremst
Das Schienennetz ist marode, investiert wird – wenn überhaupt – vor allem in Rennstrecken für ICE und neue Großbahnhöfe. Lokführer, die Güterzüe fahren erleben ständig die daraus resultierenden Probleme. Ich bin für ARD PLUSMINUS mal wieder mit eigener Kamera mitgefahren.,
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Das Schienennetz ist marode, investiert wird – wenn überhaupt – vor allem in Rennstrecken für ICE und neue Großbahnhöfe. Der Güterverkehr kommt unter die Räder. Weil das schon lange kritisiert wird, gibt es schon genau so lange die Forderung, das Schienennetz müsse in eine eigenständige rein gemeinwohlorientierte Gesellschaft überführt werden und nicht mehr Gewinne an die DB abführen müssen. Etwas Ähnliches – abgeschwächt – hatten die Koalitionäre der Ampel auch in ihren Koalitionsvertrag geschrieben. Doch auf die Umsetzung warten die betroffenen privaten Güterverkehrsunternehmen noch heute. Und die aktuelle Politik der noch immer im DB-Konzern angesiedelten Netzbetreiber sorgt dafür, dass insbesondere Güterzüge auch auf den Strecken immer öfter immer länger warten müssen.
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Februar 2022:
Neue Gesetze für besseren Verkehr:
Marode Schienenstrecken, zu wenig ÖPNV – häufig habe ich über so etwas berichtet. Der Staat hat zu lange auf mehr Straßenverkehr gesetzt und Alternativen verpennt. Viele Fehlentscheidungen haben laut Verkehrsexperten ihre Ursache auch in längst veralteten Gesetzen.
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Tatsächlich stammt ein Teil der grundlegenden Gesetzgebung noch aus der Kaiserzeit, teilweise auch aus dem Dritten Reich, fast unverändert in bundesrepublikanische Gesetzgebung übernommen – ist dringend reformbedürftig. Experten haben nun einen Entwurf für ein umfassendes neues Verkehrsgesetz vorgelegt – und ich habe in ARD Plusminus Beispiele zusammengetragen, warum das nötig ist und was es ändern könnte.
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November 2021:
Warum wir eine neue Bahnreform bräuchten
Als in der Bahnreform 1994 die alte 'Beamtenbahn' privatisiert wurde, erschuf man einen Gesamtkonzern der Gewinn erzielen und an die Börse sollte. Mit dem Gewinn wurde es nichts, mit der Börse auch nicht. Aber nun haben wir einen Gesamtkonzern, dessen Sparte Schienennetz immer noch Gewinn abwerfen und gleichzeitig allen Wettbewerbern der DB (vor allem für den Güterverkehr) gleiche Bedingunen bieten soll. Funktioniert so nicht wirklich.
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Eigentlich waren sich FDP und Grüne einig: Das Schienennetz sollte vom DB-Konzern getrennt und wieder komplett unter staatliche Kontrolle gestellt werden. Als Teil des DB-Konzerns, wo das Netz Gewinne erwirtschaften muss, mit denen defizitäre andere Geschäftsbereiche subventioniert würden, wurden Ausbau, Erhaltung, Modernisierung der Schienen und der Wettbewerb auf ihnen zu lange vernachlässigt. Die DB, ihre Hausgewerkschaft EVG und die SPD hielten mit dem falschen Argument dagegen: Ein privatisiertes Schienennetz würde Arbeitsplätze und Sicherheit gefährden. Eine Privatisierung war jedoch ausdrücklich gar nicht gewollt – eher das genaue Gegenteil. Die SPD setzte sich in der Ampel-Koalition weitgehend durch, im Koalitionsvertrag steht nur ein „Reförmchen“ statt einer Reform. Warum ein mutigerer Schritt besser gewesen wäre, haben mir viele Kenner der Branche in einem Plusminus-Film erklärt.
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April 2018:
Ungesicherter Güterverkehr
Kaum zu glauben aber wahr. Für diesen Film habe ich mit laufender eigener kamera einen Zug geklaut. Wobei: Nur fast: Wo hätte ich mit der gekaperten Lok auch hinfahren sollen, also bin ich ohne loszufahren wieder ausgestiegen.
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Während ich mich im Herbst 2017 mit der teilweise sehr oberflächlichen Ausbildung von Lokführern beschäftigte, erfuhr ich von einem Sicherheitsrisiko auf deutschen Schienen, das mir fast noch gravierender erschien. So, wie der Güterverkehr auf deutschen Schienen momentan organisiert ist, werden die Arbeitszeiten von Lokführern kaum kontrolliert. Sie sind auch kaum kontrollierbar, da Lokomotiven keine Fahrtenschreiber haben müssen. Kontrollen wie bei LKW sind schlicht unmöglich. Und nicht nur das: Es gibt Lokomotiven, die einfach so, unverschlossen und unbewacht, abfahrbereit auf deutschen Schienen stehen. Wie ein Selbstversuch zeigte, kann jeder sie besteigen. Mit wenigen Grundkenntnissen könnte man sie sogar in Bewegung setzen.
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Oktober 2017:
Schlampige Lokführer-Ausbildung
Die Zuschrift eines jungen Mannes brachte die Wirtschaftsredaktion des WDR Fernsehens auf die folgende Geschichte, mit deren Recherche und Verfilmung ich beauftragt wurde. Dabei wurde mir etwas mulmig.
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Der junge Mann besuchte auf Kosten des Arbeitsamtes einen Lehrgang, auf dem er zum Lokführer ausgebildet wurde. Doch er wunderte sich, wie wenig er lernte und wie lasch die Prüfungen waren. Es fand sich ein weiterer Lokführerschüler, der Ähnliches von einer zweiten Schule berichtete. Und je mehr Bahn-Experten ich sprach, umso deutlicher wurde: Da läuft etwas schief.
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Februar 2016:
Pendlerleid im Bahnverkehr
Jetzt gibt es Wettbewerb im Schienenverkehr, größere Nahverkehrsnetze die von Privatunternehmen betrieben werden. Und die Können es scheinbar auch nicht besser. Verspätungen, Zugausfälle, alles wie gehabt. Woran liegt es?
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Kaum hatte der private Bahnbetreiber 'National Express' zwei Nahverkehrstrecken in NRW übernommen, begann eine Serie negativer Schlagzeilen: vor allem auf der Linie RE7 mussten Pendler immer wieder leiden! National Express schien es nicht auf die Reihe zu bekommen. Doch anstatt in einer bösen Reportage das Leid der Pendler und den Schuldigen vorzuführen, wollte 'markt' es mal anders angehen: Konstruktiver Journalismus: Nicht nur ein Problem schildern, sondern wirklich die Ursachen suchen - alle Beteiligten an einen Tisch bringen um über mögliche Lösungen zu reden! Dabei stellt sich heraus, dass auch vorher - mit der DB als Betreiber - vieles schief lief. Und: dass es viele sehr unterschiedliche Ursachen gibt, an denen der Besitzer des Schienennetzes, (die DB) und die Auftraggeber des Zugbetriebes, die Nahverkehrsverbünde, durchaus Mitschuld tragen..
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Und hier noch viel ältere Texte: Aus Zeiten, als Videos noch nicht online gestellt wurden und man mit Text vorlieb nehmen musste. Hier einfach im entsprechend alten Design noch am Ende stehen gelassenen.
März 2013: Wie weiter mit Bus und Bahn? ÖPNV kann teuer werden - erst recht, wenn U-Bahnen in die Jahre kommen. wird es für viele Städte auch zu teuer. Die Streichung von Bus- und Bahnlinien ist ein schmerzlicher Ausweg. Für den 'Scanner' in WDR-markt habe ich die Situation in zwei längeren Beiträgen betrachtet. Im ersten Teil: U-Bahn-Technik, die in die Jahre kommt und erneuert werden muss. Im zweiten Teil: Woher das Geld kommt - und warum es nicht reicht. Hier, die Filmtexte
für beide Teile.
Oktober 2008:
Stau bei der Bahn: Die Wirtschaft boomt, die Globalisierung schreitet voran und auch der Güterverkehr nimmt zu - speziell von den Häfen. Seit Jahren ergeben sich jährlich zweistellige Zuwachsraten. Seit Jahren wächst auch der LKW-Verkehr; dann gibt es Stau und irgendwann auch eine zusätzliche Fahrspur auf den Autobahnen. Güter auf die Schienen, heißt es seit Jahren, doch offensichtlich hat keiner damit gerechnet, dass dieser Wunsch in Erfüllung geht. Tatsächlich wächst der Schienengüterverkehr momentan schneller als der Verkehr auf der Straße. Politik und Deutsche Bahn AG haben den Boom offensichtlich jedoch verschlafen. Nun droht Stau nicht nur auf den Straßen, sondern auch auf den Schienen.
TEXT
November 2007:Bahnkunden in der Klemme Seit die Zugbegleiter und das Personal an den Bahnsteigen im Nahverkehr wegrationalisiert wurde, sollen automatische Systeme die Passagiere vor Einsteigeunfällen schützen. Zum Beispiel Lichtschranken, die vor dem Schließen der Tür feststellen sollen, ob sich noch ein Mensch im Gefahrenbereich befindet. Schon einige Monate vorher hatte ich erfahren, daß bei S-Bahnzügen der Baureihen423 bis 426 gehäuft Unfälle aufgetreten sind. Und nicht nur das. Obwohl die DB und das zuständige Eisenbahnbundesamt seit Jahren wussten, daß die vermeintliche Sicherung gefährlich konstruiert war, ist jahrelang nichts geschehen. So lautet zumindest der Vorwurf der Staatsanwaltschaft Köln, die deswegen gegen Beamte des EBA ermittelt. Im Dezember war das Verfahren so weit gediehen, daß ich Details in PLUSMINUS veröffentlichen konnte. ganzer Text
Dezember 2006: Entgleisung auf Weisung Das Eisenbahn-Bundesamt wacht darüber, dass Normen im Bahnverkehr auch eingehalten werden! Es soll dafür sorgen, dass die Bahn auch nach der Privatisierung zu den sichersten Verkehrsmitteln der Welt gehört: Eine Art Super TÜV-für die Schiene. Doch nicht nur bei den Türschließmechanismes scheint das EBA gelegentlich ein Auge zuzudrücken. Schon im Jahr 2006 hatte ich über eine spezielle Bauart von Güterwaggons berichtet, bei dene das EBA großzügig über die Normen hinweggesehen hat: Entgleisung auf Weisung
Januar 2001: Konkurrenz im Nahverkehr: Seit der Bahnreform wird der Nahverkehr von den Ländern bestelllt und gleichzeitig auch subventioniert. Die jeweiligen Städte und Kreise schreiben eine Zugverbindung aus, verschiedene (auch private) Bahnbetreiber können Angebote abgebeb, dasjenige mit dem besten 'Preis-Leistungs-Verhältnis' gewinnt. Der Auftrag gilt dann für meist etwa 10 Jare, danach wird neu ausgeschrieben. Wer auch immer die Zugverbindung betreibt, muß dann pro gefahrenen Kilometer eine Gebühr an den Besitzer der Schiene abführen, in 99,99% aller Fälle ist das die DB Netz AG. Der öffentliche Schienennahverkehr floriert zur Zeit sehr gut, eine Vielzahl neuer Privatunternehmen ist mit teilweise interessanten Angeboten unterwegs, eines davon die Bielefelder Eurobahn
, habe ich für Dschungel portraitiert.
Eigentlich war es nur ein kleines Ärgerniss auf einigen Bahnstrecken rund um Köln - aber symptomatisch für gelegentlich mangelndes Verständnis von Service bei bei der DB: Eine zweifelhafte Rationalisierungsmaßnahme sorgt für unfreiwillige Schwarzfahrer
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März 2001: Stau bei der Bahn: Die Wirtschaft boomt, die Globalisierung schreitet voran und auch der Güterverkehr nimmt zu - speziell von den Häfen. Seit Jahren ergeben sich jährlich zweistellige Zuwachsraten. Seit Jahren wächst auch der LKW-Verkehr; dann gibt es Stau und irgendwann auch eine zusätzliche Fahrspur auf den Autobahnen. Güter auf die Schienen, heißt es seit Jahren, doch offensichtlich hat keiner damit gerechnet, dass dieser Wunsch in Erfüllung geht. Tatsächlich wächst der Schienengüterverkehr momentan schneller als der Verkehr auf der Straße. Politik und Deutsche Bahn AG haben den Boom offensichtlich jedoch verschlafen. Nun droht Stau nicht nur auf den Straßen, sondern auch auf den Schienen. TEXT
Totes Kapital: Genaugenommen braucht die Bahn sich über gesunkene Fahrgastzahlen und damit sinkende Rentabilität kaum zu wundern. Gerade dort, wo in den letzten Jahrzehnten das Zubringernetz stillgelegt wurde und man erst einmal 30 Kilometer bis zum nächsten Stadtbahnhof fahren muß, da fährt man dan auch gleich die ganzeReise mit dem Auto - und geht der Bahn als Kunde verloren. Manch eine Stillegung wäre dabei auchbetriebswirtschaftlich zu vermeiden gewesen. Manche Strecke wurde erst dadurch zu teuer, daß sie völlig veraltet und mit weit überhöhtem Personalbedarf betrieben wurde. Anstatt zu rationalisieren wurde dann ganz stillgelegt - wie das funktioniert, aber auch wie eine solche Strecke heute wiederbelebt werden kann, habe ich für Dschungel am Beispiel der Strecke nach Barntrup
untersucht.
Keine Rettung gab es für die Rheinbahn
, eine traditionelle Bahnstrecke quer durch das Ruhrgebiet.... sie wurde stillgelegt, nachdem sie ursprünglich vor allem für den dann doch nicht gebauten Metrorapid im Weg gewesen wäre.
Wer das Netz besitzt.... Seit über eine Bahnreform und privatisierung der früheren Staatsbahn DB diskutiert wurde, stand die Frage im Fraum, wem das Schienennetz gehören solle. Und natürlich habe ich Filme darüber gemacht. Zwischenzeitlich forderte auch der damalige Bundesverkehrsminister Bodewig die Trennung von DB und Netzbesitz, doch der mußte danach wieder einen Rückzieher machen. Er, ist schonlange kein Verkehrsminister mehr. Just zu dieser Zeit hatte ich gerade für Dschungel am Beispiel eines privaten Güterzüges von München nach Italien die Misere des Schienengüterverkehrs
recht umfassend beschrieben. Etwas älter ist eine spzeielle Analyse über das 'Schienennetz alsMachmittel gegen unliebsame Konkurrenten.
Abschied von der Güterbahn?Jedes Gewerbegebiet wird heute - wenn irgend möglich - mit Autobahnanschluß geplant. Einen Gleisanschluß muß eine Firma meist völlig bezahlen und lässt das dann meist. Und dort wo Privatbahner kleine Gleisanschlüsse mit wenigen Firmenkunden bedienen, wird ihnen das Leben von der DB auch noch künstlich schwer gemacht - getreu dem Motto: Hilfe, Kundschaft
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Hilfe, Konkurrenz: Fast schon absurd muten frühere Versuche der DB an, Wettbewerb auf deutschen Schienen zu verhindern: So hat die DB Cargo sehr einfach dafür gesorgt, daß keine Güterzuglokomotiven zu kaufen sind. Die Neuproduktion der wenigen für Deutschland zugelassenen Maschinen wurde von der DB praktisch komplett auf Jahre hinaus weggekauft - und alte Maschinen wurden nicht etwa für möglichst teures Geld verkauft, sondern - obwohl noch fahrtüchtig - von Schrotthändlern unter juristischer Aufsicht mit dem Schneidbrenner zerlegt -- und zwar so weit, daß nicht einmal Ersatzteile der möglichen privaten Konkurrenz in die Hände fällt. Glauben Sie nicht ? Das ist nur ein Teil der Schikanen
, die ich 1999 rechrchierte.
Moderne Konzepte, die den Güterverkehr auf deutschen Schienen beschleunigen könnten, gibt es durchaus. Verglichen mit dem LKW ist ein traditioneller Güterwaggon, der nach der Abholunjg x mal rangiert wird, bevor er seit Ziel erreicht, viel zu langsam und unflexibel - doch mit dem sogenannten Cargosprinter
oder auch Schnellgüterzügen gibt es Alternativen, die selbst von Speditionen heute sehr positiv bewertet werden. Vielleicht sollte man sagen: gab es. Auch hier zeigte die DB Cargo wenig Interesse diese potentiellen Schienenkunden wirklich zu gewinnen. Untersucht habe ich das an den Beispielen 'Cargo-Sprinter' und UPS, deren eher unerfreulicher Ausgang
am Ende eines weiteren Beitrages dokumentiert ist. Deutlich wird das auch an dem schon weiter oben verlinkten Text und Film über den Bayerischen Trailerzug.
. Aber auch viele andere Variantenm des sogenannten 'kombinierten' Verkehres können eben nicht nur die Umwelt, sonder auch die Straßen deutlich entlasten.